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Intersport Klettersteig am Donnerkogel

40 Meter Himmelsleiter und jede Menge Luft unter den Füßen

Unsere Naturfreunde-Klettersteigtour auf den Großen Donnerkogel

Zweimal hatte uns das Wetter bereits einen Strich durch die Rechnung gemacht. Am Sonntag, dem 6. September, passte endlich alles: Sonne, stabile Wetterverhältnisse und vier motivierte Bergfreunde. Sonja, Birgit, Leo und Robert starteten um 5 Uhr früh Richtung Gosau. Die Vorfreude war groß. Diesmal ging es auf den Donnerkogel!

Um 7:30 Uhr besorgten wir unsere Tickets für die Gosaukammbahn und fuhren mit der Gondel hinauf. Schon am Morgen herrschte rund um den Zustieg reger Betrieb. Wir erwischten trotzdem ein gutes Zeitfenster. Eine Vater-Tochter-Gruppe ließ uns gleich zu Beginn freundlich passieren. So konnten wir die ersten Passagen in unserem eigenen Tempo angehen.

Und der Klettersteig legte sofort los: Eine knackige C/D-Stelle verlangte gleich zu Beginn Kraft, Konzentration und saubere Tritte. Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb da nicht. Dafür belohnte uns schon bald der Blick hinunter auf den Gosausee. Unter uns glitzerte das Wasser, vor uns warteten Fels, Leitern und jede Menge Höhenluft.

Über abwechslungsreiche B/C-Passagen und ausgesetzte Stellen ging es weiter Richtung Kleiner Donnerkogel. Wir kamen gut voran, genossen die Aussicht und hatten sichtlich Freude an der Kletterei. Nach etwa eineinhalb Stunden tauchte dann das bekannteste Hindernis der Tour vor uns auf: die rund 40 Meter lange Himmelsleiter. Zwischen den Felsen gespannt, mit reichlich Luft darunter, sorgte sie schon beim ersten Anblick für ordentlich Herzklopfen.

Zunächst brauchten wir allerdings Geduld. Vor der Leiter hatte sich eine lange Schlange gebildet. Fotos, Videos und ausgiebige Inszenierungen verlängerten die Wartezeit. Aus unserer eingeplanten halben Stunde Pause wurde eine ganze Stunde. Bei bestem Wetter zieht dieser bekannte Fotopunkt eben zahlreiche Bergsportler an. Wir nutzten die Zeit zum Essen, Trinken und Beobachten.

Als wir schließlich an der Reihe waren, hatten wir erneut Glück: Wir konnten die Leiter relativ frei und ohne Gedränge überwinden. Sprosse für Sprosse ging es hinauf. Der Blick durch die Leiter in die Tiefe machte deutlich, wie ausgesetzt wir unterwegs waren. Jetzt zählten jeder Griff und jeder Tritt.

Auch am oberen Ende war die Herausforderung noch lange nicht vorbei. Der luftige Ausstieg mit einer weiteren C/D-Stelle verlangte noch einmal volle Konzentration. Danach folgten mehrere C-Passagen, bevor wir die Gratkletterei Richtung Gipfel genießen konnten. Fels unter den Händen, steile Abbrüche daneben und eine weite Aussicht über die Bergwelt. Genau dafür waren wir gekommen.

Kurz vor dem Gipfel wurde das Gelände leichter. Die letzten Meter legten wir zu Fuß zurück, dann standen wir zu viert oben. Geschafft! Auch am Gipfel war viel los, doch das störte uns jetzt kaum. Wir machten unser gemeinsames Gipfelfoto, packten die Jause aus und gönnten uns eine ausgiebige Rast.

Wer dachte, damit sei der anstrengende Teil erledigt, merkte beim Abstieg schnell das Gegenteil. Rund eineinhalb Stunden ging es über steiles, gerölliges Gelände und große Steine bergab. Das forderte die Beine und verlangte bis zum Schluss Aufmerksamkeit.

Gegen 15 Uhr erreichten wir wieder den Ausgangspunkt beim Einstieg. Auf der Gablonzer Hütte ließen wir uns anschließend ein kühles Bier schmecken. Endlich sitzen, die Füße entlasten und gemeinsam auf die Tour zurückblicken. Danach brachte uns die Gondel wieder ins Tal.

Ein Programmpunkt fehlte aber noch. Wenn der Gosausee schon direkt vor uns lag, mussten wir auch hinein! Also Badehose an und ab ins erfrischende Wasser. Nach Fels, Sonne und Anstrengung tat die Abkühlung richtig gut. Eine vorbeikommende Reisegruppe verfolgte unsere Badeaktion amüsiert und hielt den Moment gleich auf Fotos fest.

Um 18 Uhr kamen wir alle gesund und munter wieder zu Hause an. Hinter uns lag ein langer Tag mit fordernden Kletterstellen, luftigen Passagen, einer eindrucksvollen Himmelsleiter und einem erfrischenden Abschluss im See. Wir haben uns gefordert, unsere Grenzen ausgelotet und gemeinsam eine abwechslungsreiche Bergtour erlebt. Für diesen Tag hatte sich das zweimalige Verschieben gelohnt!

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Gipfel am Donnerkogel
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Plank Robert
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